Russlandreise nach Sankt Petersburg

Wir schlüpfen aus unseren kleinen Hostelzimmern, fahren mit dem ratternden Lift ins Erdgeschoss, treffen uns für den gemeinsamen Start in die Entdeckungsreise, treten dem eisigen Wind entgegen auf die überfüllte Hauptstrasse in die hektische Menschenmenge. Sieben Tage leben am Nevsky Prospekt.

Ungewöhnlich kühles Wetter für diese Jahreszeit in St. Petersburg, eine Stadt, in der Alt auf Neu trifft, Vergänglichkeit auf Beständigkeit und Moderne auf Tradition. Eine Reise, die unser Wissen erweitert, uns eine neue Kultur näher bringt und uns vor allem endlich unser erlerntes Russisch anwenden lässt. Auch wenn für philosophische Konversationen der Wortschatz fehlt, beim Einkaufen verstehen wir die Forderungen der Verkäufer, und auch im Restaurant können wir uns mehr oder weniger verständigen. Dank sei den tüchtigen Russen, die Englisch und Deutsch gelernt haben, wobei dies nicht der Norm entspricht. Zum neuen kuriosen Wortschatz dürfen wir nun aber Липа (Lindenholz) und die Sage des Hausgeistes Домовой (Domowoi) zählen.

Auf der Erkundung der historischen Denkmäler und Kulturgüter wie der Peter und Paul Festung, des Blockade-Denkmals, der Eremitage sowie des Zarenhofes werden wir mit den vorbereiteten Kurzvorträgen der Mitschüler über die geschichtlichen Hintergründe aufgeklärt.

Kulinarisch hat St. Petersburg ebenfalls sehr viel zu bieten, auch wenn wir uns manchmal zwingen müssen aufzuessen. Der Besuch im Restaurant Идиот (Idiot), benannt und gestaltet nach Dostojewskis Roman, lässt uns in die traditionelle russische Küche blicken.

Auch eine Vorführung des russischen Balletts darf natürlich nicht fehlen, wir schauen uns den legendären Schwanensee an.

Das Nachtleben kommt ebenso nicht zu kurz, denn die Stadt schläft wirklich nie, die berühmten weissen Nächte lassen nicht zu, dass es komplett dunkel wird, und wir genug Schlaf kriegen. Doch wer möchte schon in dieser zauberhaften Stadt schlafen, wenn man nachts auf den Boulevards zu Musikklängen spazieren kann und das Spektakel der sich öffnenden Brücken nicht verpassen möchte.

Um auch einen Eindruck über das russische ländliche Leben zu erhaschen, besuchen wir eine der ältesten Städte Russlands, Великий Новгород (Weliki Nowgorod), die sich drei Zugstunden entfernt von St Petersburg befindet.

Eine abenteuerliche Reise, die uns eine kleine Vorstellung von diesem fremden aber faszinierenden Land beschert und uns mit Erinnerungen an die geheimnisvolle nordische Metropole füllt. 

 
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