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Die Geschichte der heutigen Kantonsschule Wettingen beginnt im Jahr 1227 mit der Gründung des Klosters Maris stella (Meerstern). Die ersten Zisterziensermönche stammten aus dem Kloster Salem.
Während der Reformationszeit hatte das Kloster Wettingen viele Krisen zu überstehen. Der Klosterbrand von 1507 stellte eine zusätzliche Prüfung für die Mönche dar. Die Abtei konnte zwar dank diverser Stiftungen wieder aufgebaut werden, jedoch fehlte zuweilen der Wille der Mönche, sich weiterhin der strengen Lebensweise zu unterwerfen. Erst unter Abt Peter Schmid erwachte das Kloster zu neuer Blüte.
Die Revolutionszeit überstand die klösterliche Gemeinschaft einigermassen unbeschadet, die Diskussionen um die Stellung der Klöster im Aargau wollten aber nicht mehr abbrechen.
 Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen wurden alle aargauischen Klöster im Jahre 1841 durch einen grossrätlichen Beschluss aufgelöst. Die Mönche aus Wettingen siedelten nach Mehrerau über, wo die Zisterziensergemeinschaft heute noch lebt.
Das Kloster auf der Limmathalbinsel wurde darauf in ein Lehrerseminar umgewandelt. 1976 entstand daraus die Kantonsschule Wettingen. Seit der Einführung der neuen Maturitätstypen im Jahre 1998 ist die Angebotspalette markant gestiegen. Noch immer ist das "Kloster" zwar für seine bildnerisch-musische Ausrichtung bekannt, der Fächerkanon entspricht in der Zwischenzeit aber weitgehend jenem anderer Gymnasien.

Die Klosteranlage gilt als Kulturgut internationalen Ranges. Das Archiv und die Bibliothek sind heute im Staatsarchiv und in der Kantonsbibliothek in Aarau der Öffentlichkeit zugänglich
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Maris Stella Die Gründungslegende besagt, dass Ritter Heinrich von Rapperswil auf der Fahrt ins Heilige Land in Seenot geraten ist. In seiner Verzweiflung hat er gelobt, im Falle der Errettung ein Kloster zu stiften. Als sich der Sturm gelegt hat, ist ein heller »Meerstern« am Himmel erschienen. Nach seiner Heimkehr vergass der Rapperswiler das Gelübde. Erst als ihm auf einem nächtlichen Ritt der »Meerstern« abermals erschien, kam die Klostergründung zustande.
Zisterziensermönche Die Zisterzienser sind ein benediktinischer Reformorden. Sie zeichneten sich ursprünglich durch ein relativ strenges Armutsgebot aus.
Kloster Salem Das Mutterkloster liegt bei Überlingen in Baden-Württemberg. Seit 1920 wird die ehemalige Zisterzienserabtei als Landerziehungsheim genutzt.
Abt Peter Schmid Die Amtszeit des »zweiten Klostergründers« dauerte von 1594-1633. Sein Wappen - ein Hammer über einem Dreiberg zwischen Lilien - bezeugt an vielen Orten der Klosteranlage sein Wirken.
Die Revolutionszeit Liberalen und radikalen Kräften waren die klösterlichen Gemeinschaften ein Dorn im Auge. Sie glaubten in ihnen das Hauptsymbol des erstarrten, vergangenheitsorientierten Katholizismus zu erkennen.
Auflösungsbeschluss Dem Auflösungsbeschluss ging ein Verfassungsstreit voraus. Die im Aargau beachtete Parität der Religionen wurde aufgehoben. Dadurch erlangten die Reformierten in den politischen Gremien eine Mehrheit. Für den Widerstand der katholischen Bezirke wurden in der Folge die Klöster verantwortlich gemacht.
Mehrerau Mehrerau liegt bei Bregenz. Die Abtei wurde 1854 in einem seit 1806 leer stehenden Kloster eingerichtet. [Links]
Lehrerseminar Erster Seminarleiter war Augustin Keller (1805 - 1883). Der Reformkatholik gehörte zu den schärfsten Kritikern des Katholizismus. Zu den Ironien der Geschichte ist zu zählen, dass er sechs Jahre nach der Schliessung des Klosters die Abtwohnung übernahm. Keller wurde später Regierungsrat. Historisch gewürdigt wird insbesondere sein Einsatz für die Emanzipation der Juden. |